Die Dritte Republik — Band I
Die Ursachen. Die Lehre der Neubegründung.

Die Dritte Republik — Band I
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Autor: Dan MV Chitic
Inhalt
- VORWORT
- DANKSAGUNG
- PROLOG. Souveränismus: das Auftauchen eines Wortes, die Geburt eines Begriffs, die Entstehung einer Bewegung
- ERSTER TEIL — DIE RÖNTGENAUFNAHME. Rumänien am Ende einer Welt
- Kapitel 1. Sechsunddreißig Jahre „Reformen”: Anatomie einer Entwürdigung
- 1.1. Ein Wort, das gestorben ist: „Reform”
- 1.2. Warum das Wort „Reform” nicht mehr zu retten ist
- 1.3. Eine zweieinhalbtausend Jahre alte Diagnose
- 1.4. Was Neugründung ist
- 1.5. Die Präzedenzfälle: Neugründung als Institution der Verfassungsgeschichte
- 1.6. Der vorhersehbare Einwand und seine Beantwortung
- Kapitel 2. Der gekaperte Staat: die Gewaltenteilung als Fiktion
- 2.1. Der tote Buchstabe der geltenden Verfassung und das Leben, das unter ihrer Herrschaft geführt wird
- 2.2. Der Maßstab aus Platons Gesetzen: die Diener des Gesetzes
- 2.3. Die Menschen sind nicht schlecht; die Architektur der Institutionen ist es
- 2.4. Die Bestätigung durch die zeitgenössische Politikwissenschaft
- 2.5. Wie abnorm Rumänien ist: der europäische Maßstab
- Kapitel 3. Die drei Gesichter der Macht: eine anthropologische Lektüre des rumänischen Staates
- 3.1. Jenseits von Montesquieu: die elementaren Quellen der Herrschaft
- 3.2. Was ist Macht? Was ist der Staat? — die Arbeitsdefinitionen
- 3.3. Die Demokratisierung des Wissens — die vierte Bremse für die Macht
- 3.4. Was aus diesem Triptychon der Macht folgt
- 3.5. Das Zeugnis der Chronik: der virtuelle Richter und die Geburt des neuen Gottes
- 3.6. Von der „magischen Gesellschaft” zur Neugründung
- Kapitel 4. Der Stresstest: die Pandemie als Entwickler
- 4.1. Was man sieht, wenn das Erdbeben kommt: die Pandemie als Prüfung des Staates
- 4.2. Der Arzt des freien Menschen und der Sklavenarzt: eine Seite aus Platon
- 4.3. Die Lektion, die nicht gelernt wurde
- 4.4. Vom Entwickler zum entwickelten Foto: was uns die Pandemie gezeigt hat
- Kapitel 5. Die Wirtschaft der Enterbung: Ressourcen, Vermögenswerte, Förderabgaben, Gold
- 5.1. Das Inventar eines verschleuderten Erbes
- 5.2. Die Anatomie des Mechanismus
- 5.3. Die Stimme der Chronik: wie die Enterbung aussah, live gesehen
- 5.4. Das Gold und die Lektion der Geschichte
- 5.5. Vom Inventar der Schäden zum Verfassungsgrundsatz
- Kapitel 6. Die Schule, das Krankenhaus, die Familie, der Altar: die unterminierten Fundamente
- 6.1. Die vier Quellen
- 6.2. Zwei klassische Zeugnisse über die Schule
- 6.3. Über die gleichzeitige Schließung der Schule und des Altars
- 6.4. Der Abschluss der Röntgenaufnahme: der Staat, gegen seine eigenen Quellen gewendet
- Kapitel 7. Chronik einer Schlacht: die rumänische Justiz von innen gesehen
- 7.1. Eine Interessenerklärung: von wo aus ich die Justiz betrachte
- 7.2. Die Anatomie der Bevormundung: die Justiz unter den Nachrichtendiensten
- 7.3. Die Anatomie des Korporatismus: die Justiz, die sich weigert, Rechenschaft abzulegen
- 7.4. Wer prüft die Prüfer: die Lösung aus den Gesetzen, XII
- 7.5. Die Probe des Zeugen: warum ich dennoch an die Richter glaube
- Kapitel 8. Das Ende einer Welt als Diagnose und als Chance: von der Zweiten zur Dritten Republik
- 8.1. Was in der Welt von heute tatsächlich endet
- 8.2. Die Blätter der Chronik: das Ende live gesehen
- 8.3. Souveränismus und Extremismus: eine notwendige Klarstellung
- 8.4. Das historische Fenster: warum es jetzt möglich ist
- 8.5. Der Tod der Zweiten Republik: 6. Dezember 2024
- 8.6. Warum die Wahlen von 2024 tatsächlich annulliert wurden
- 8.7. Anatomie eines juristischen Todes: die Argumente aus dem Verfahren 8069/2/2024*
- 8.8. Die Zählung der Republiken: warum die Dritte folgt
- Kapitel 9. Eminescu, der geistige Vater des rumänischen Souveränismus
- 9.1. Von einem neuen Wort und einem alten Vater
- 9.2. Von den Gesetzen, die nur aus dem Volk hervorgehen können
- 9.3. Von der nationalen Wirtschaft als Fundament der Freiheit
- 9.4. Von der Gesellschaft „Carpații” — oder wie ein Souveränist „avant la lettre” unter der Verfolgung der Satrapen der „Kolonie” Rumänien aussah
- 9.5. Von der „Koinzidenz” des 28. Juni 1883
- 9.6. Von dem, was er uns als Erbe hinterlässt
- Kapitel 10. Die wirtschaftliche Souveränität in der Tradition des rumänischen Denkens — Von Dimitrie Cantemir bis Mihail Manoilescu
- 10.1. Cantemir und Bălcescu: der Reichtum des Landes, die Freiheit und die nationale Einheit
- 10.2. Petre S. Aurelian: die Industrialisierung als Garantie der Unabhängigkeit
- 10.3. Eminescu: das nationale Prinzip und die wirtschaftliche Souveränität
- 10.4. Virgil Madgearu: Interdependenz ohne Unterordnung
- 10.5. Mihail Manoilescu: die Produktivkräfte und die nationale Autonomie
- 10.6. Schlussfolgerung: die Souveränität als wirtschaftliche Entscheidungsmacht
- ZWEITER TEIL — DIE VERFASSUNGSRECHTLICHE NEUGRÜNDUNG. Die „Souveränitätsverfassung”
- Kapitel 11. Warum eine vollständige Revision und keine Flickstellen: die Philosophie des Entwurfs und die Grenzen der Revision
- 11.1. Die Geburt eines Revisionsentwurfs
- 11.2. Die Begründung: die offizielle Diagnose
- 11.3. „Sklaven der Gesetze, damit wir frei sein können”: warum Gesetze und nicht providentielle Menschen
- 11.4. Der Test des Art. 152: Neugründung in den Grenzen der Revision
- 11.5. Die Methode der Analyse: der Text, die Gründe, der Vergleich, die Wirkungen
- Kapitel 12. Die Schlacht der Stellungnahmen: der Gesetzgebungsrat zwischen seiner Bestimmung und der Zensur des Verfassungsgebers
- 12.1. Zwei Stellungnahmen, zwei Geschichten: 2021 und 2024
- 12.2. Was der Gesetzgebungsrat ist und was er nicht ist
- 12.3. Die punktuelle Widerlegung: die fünf Familien der Kritiken
- 12.4. Der Sinn dieser Schlacht der Stellungnahmen
- Kapitel 13. Der unverletzliche Bürger: die gestärkten Grundrechte
- 13.1. Das Gleichgewicht, die loyale Zusammenarbeit und die Verbindlichkeit (Art. 1)
- 13.2. Die Menschenwürde angesichts der neuen Mächte (Art. 22)
- 13.3. Die individuelle Freiheit und das faire Verfahren (Art. 21, 23, 24, 27, 28)
- 13.4. Die Wirkungen des Rechteblocks: was die Freiheit kostet und was sie wert ist
- Kapitel 14. Die sozialen Fundamente: Bildung, Gesundheit, Familie, Eigentum
- 14.1. Die Verfassungsprozentsätze: 6 % für die Bildung, 9 % für die Gesundheit (Art. 32, 34)
- 14.2. Die medizinische Einwilligung im Verfassungsrang (Art. 34 Abs. (4))
- 14.3. Die Familie und das Kind (Art. 48, 49)
- 14.4. Das Vermögen des Bürgers und das Bargeld (Art. 44 Abs. (10))
- 14.5. Das Recht zu wählen und gewählt zu werden; die Verwaltungshaftung (Art. 37, 52)
- Kapitel 15. Vertretung und Verantwortlichkeit: das Parlament
- 15.1. Die Ein-Prozent-Hürde: die wiederhergestellte Vertretung (Art. 62)
- 15.2. Die Abberufung des Parlamentariers: das Mandat unter Kontrolle (Art. 70 Abs. (3))
- 15.3. Die auf Abstimmung und Meinung reduzierte Immunität (Art. 72 Abs. (3))
- 15.4. Die Bürgerinitiative in Reichweite der Bürger (Art. 74, 75)
- 15.5. Die Sanktion des parlamentarischen Schweigens: das Ende der Gesetzgebung im „Schlaf” (Art. 75 Abs. (2))
- 15.6. Parlamentarische Ernennungen und Transparenz (Art. 65)
- Kapitel 16. Die Zügel der Exekutive: der Präsident, die Regierung und das Ende der Verordnung als König
- 16.1. Der neu eingeordnete Präsident (Art. 82, 83, 94, 97, 103)
- 16.2. Die Bestätigung durch Linz: die Gefahren des Präsidentialismus
- 16.3. Das Ende der Verordnung als König (Art. 108, 115)
- 16.4. Der Staat der befristeten Ämter (Art. 116 Abs. (3))
- Kapitel 17. Die Armee, die Dienste und der Oberste Verteidigungsrat: die verfassungsrechtliche Wurzel der Entmilitarisierung (Art. 118–119)
- 17.1. Warum hier, warum auf Verfassungsebene
- 17.2. Die Entmilitarisierung, in den Verfassungsrang erhoben (Art. 118 Abs. (4))
- 17.3. Die ausländischen Truppen, das Kommando und die Obergrenze: die militärische Souveränität in drei Absätzen (Art. 118 Abs. (5)–(7))
- 17.4. Der neu konstituierte CSAT: das Wissen unter Mandat (Art. 119 Abs. (2))
- 17.5. Was in Kapitel 23 folgen wird: die vorweggenommene Landkarte
- Kapitel 18. Die neu gegründete Justiz: die Magistrate, der Oberste Richterrat, das Verfassungsgericht
- 18.1. „Constans et perpetua voluntas”: die zwei Krankheiten und eine einzige Behandlung
- 18.2. Die Garantien: der unantastbare Richter (Art. 124, 125, 126, 132)
- 18.3. Die Staatsanwälte verlassen die Magistratur: die Anwälte des Staates (Art. 132–134)
- 18.4. Die Verantwortung: das Ende der Straflosigkeit (Art. 52, 133, 134)
- 18.5. Das Verfassungsgericht: juristische Legitimität, wirkliche Kraft (Art. 142, 143, 146, 147)
- 18.6. Die Wirkungen des Blocks der Justiznormen
- Kapitel 19. Die „Wirtschaftsverfassung”: die Ressourcen der Nation, das nationale Interesse und die Welt draußen
- 19.1. Die Förderabgabe mit europäischem Anker (Art. 136 Abs. (4))
- 19.2. Das souveräne Interesse in den internationalen Beziehungen (Titel VI: Art. 148–149)
- 19.3. Der Rechnungshof, die Währung und der Rest des wirtschaftlichen Arsenals
- 19.4. Die wirtschaftlichen Wirkungen der Souveränitätsverfassung
- Kapitel 20. Die Unterstadt: die neu gegründete Kommunalverwaltung
- 20.1. Die Baronie als Regierungsform
- 20.2. Die drei Schlüssel des neuen Artikels 120
- 20.3. Der Bürgermeister und Montaigne: Der Mensch ist nicht das Amt
- 20.4. Die Wirkungen: Die Politik wird von unten neu gelernt, in Gemeinden und Städten
- DRITTER TEIL — DIE GESETZE DER NEUGRÜNDUNG
- Kapitel 21. Das Souveränitätsgesetz — das Muttergesetz
- 21.1. Die Geschichte einer Initiative
- 21.2. Die Architektur des Gesetzes: vier Kapitel, ein Prinzip
- 21.3. Die Lektion, die uns das Muttergesetz hinterlassen hat
- Kapitel 22. Die Gesetze der Neugründung: die Blöcke des Muttergesetzes, einer nach dem anderen
- 22.1. Die Methode dieses Kapitels
- 22.2. Der Block des Rechtsstaats: nie wieder 2020 (Art. 1–3)
- 22.3. Der sanitäre Block: Einwilligung und Nichtdiskriminierung (Art. 4–5)
- 22.4. Der Schutz des Minderjährigen (Art. 6)
- 22.5. Die Änderungen des Zivilgesetzbuchs: die Unverletzlichkeit des Geistes und das zurückgegebene Eigentum (Art. 7–8)
- 22.6. Die Änderungen des Strafgesetzbuchs und der Strafprozessordnung: die Sanktion, ohne die alles Literatur bleibt (Art. 9–10)
- 22.7. Das kostenlose Amtsblatt und die Gerichtsbarkeit über die Plattformen (Art. 11–12)
- 22.8. Der Wahlblock (Art. 13)
- 22.9. Der grüne Block (Art. 14–16)
- 22.10. Die wirtschaftlichen Schlösser (Art. 17–22)
- 22.11. Der Block der nationalen Sicherheit: die Dienste (Art. 23–29)
- Kapitel 23. Das Gesetz zur Entmilitarisierung der Dienste — der dem Bürger zugewandte Staat
- 23.1. Die rumänische Anomalie: militarisierte Dienste in einem zivilen Europa
- 23.2. Über die Ursprünge des Systems: von der Agentur des Fürsten zur Kaste von heute
- 23.3. Das „Securistan”, Jahr für Jahr nachgerechnet: die Arithmetik einer Kaste
- 23.4. Die fünf Operationen, die das Gesetz vornimmt
- 23.5. Die vergleichende Prüfung: das Europa der zivilen Dienste
- 23.6. „Quis custodiet ipsos custodes?” Die Wächter ohne Gold: das alte Verbot am Fundament des neuen Gesetzes
- 23.7. Die anthropologische Lektüre: warum die Entmilitarisierung der Schlüssel des ganzen Triptychons ist
- 23.8. Der Sicherheitseinwand und seine Antwort
- Kapitel 24. Das Gesetz „Grünes Rumänien” — der Wald als Reichtum der Generationen
- 24.1. Der Wald als Verfassungsproblem
- 24.2. Die drei Verbote und ihre Sanktionen
- 24.3. Die vergleichende Prüfung — und die Spannung mit dem EU-Recht, ehrlich behandelt
- 24.4. Die Wirkungen des Gesetzes für den Wald und für die Menschen
- Kapitel 25. Das Strafgesetzbuch und die Wahlgesetze — Sanktion, Transparenz, Repräsentation
- 25.1. Das Strafrecht als ultima ratio der Neugründung
- 25.2. Die neuen Straftatbestände: der kommentierte Katalog
- 25.3. Die Wahlgesetze: die Auszählung vor aller Augen
- 25.4. Der Sinn des ganzen straf- und wahlrechtlichen Pakets
- Kapitel 26. Das Gesetz der Nationalen Solidarität — die Besteuerung der großen Geschäfte und Vermögen
- 26.1. Der Sachverhalt, der dieses Gesetz gebietet
- 26.2. Der Mechanismus: die Umsatzsteuer der großen Steuerpflichtigen
- 26.3. Die Steuer auf die großen Vermögen
- 26.4. Zweieinhalb Jahrhunderte Debatte: die großen Ökonomen über die Besteuerung der Vermögen
- 26.5. Offshore: das Gas des Schwarzen Meeres zurück in den Vertrag
- 26.6. Die Wirkungen des Gesetzes
- Kapitel 27. Das George-Gesetz und die Malpraxis-Initiative — Gerechtigkeit für den Patienten
- 27.1. Ein Name, keine Nummer
- 27.2. Was das Gesetz für den Patienten ändert
- 27.3. Der Einwand der Defensivmedizin und die Antwort
- Kapitel 28. Das Gesetz über das Referendum und die Bürgerinitiative — der Schlussstein
- 28.1. Die direkte Demokratie als tote Institution
- 28.2. Der vorgeschlagene Mechanismus: der geschlossene Kreislauf des Volkswillens
- 28.3. Die vergleichende Prüfung: die Systeme, die das seit einem Jahrhundert tun
- 28.4. Die Demokratisierung des Wissens: die anthropologische Lektüre
- 28.5. „Die Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk”: warum dies der Schlussstein ist
- VIERTER TEIL — DIE WIRKUNGEN. Das neu gegründete Rumänien
- Kapitel 29. Die institutionellen Wirkungen: der wieder ins Gleichgewicht gebrachte Staat
- 29.1. Die Methode: wie man eine Neugründung misst
- 29.2. Die Wirkung auf die Gesetzgebung: von der Inflation zur Strenge
- 29.3. Die Wirkung auf das Gleichgewicht der Gewalten: das Ende des permanenten Matches
- 29.4. Die Wirkung auf die Justiz: Vertrauen durch doppelte Disziplin
- 29.5. Die Wirkung auf die „vierte Gewalt”: das Licht als Institution
- 29.6. Die Wirkung auf das Gleichgewicht der drei elementaren Mächte
- 29.7. Die demokratische Wirkung: der Bürger wieder im Gebäude
- Kapitel 30. Die wirtschaftlichen und sozialen Wirkungen: Zahlen, Szenarien, Menschen
- 30.1. Der Haushalt der Neugründung: die Einnahmen
- 30.2. Der Haushalt der Neugründung: die Kosten und Risiken — erklärt, nicht versteckt
- 30.3. Die sozialen Wirkungen: was sich im Leben der Menschen ändert
- 30.4. Das kontrafaktische Szenario: die Kosten der Nicht-Neugründung
- Kapitel 31. Die Einwände und die Antworten
- 31.1. „Es ist antieuropäisch und wird Rumänien aus der EU führen”
- 31.2. „Es ist Verfassungspopulismus — zu viel Referendum, zu wenig Vermittlung”
- 31.3. „Die Strafen sind drakonisch; Strafrecht macht man nicht mit der Axt”
- 31.4. „Wer garantiert, dass die neuen Institutionen nicht ihrerseits vereinnahmt werden?”
- 31.5. „Es ist zu viel auf einmal; Reform macht man schrittweise”
- 31.6. „Wer seid ihr, den Staat neu zu gründen?”
- Kapitel 32. Das neu gegründete Rumänien in dem Europa, das sich selbst sucht
- 32.1. Der Familienstreit Europas
- 32.2. Was Rumänien dieser europäischen Debatte bieten kann
- 32.3. Die Szenarien des Verhältnisses zwischen dem neu gegründeten Rumänien und der Union
- Kapitel 33. Der Weg der Neugründung: Unterschriften, Referendum, Verfassungskalender
- 33.1. Die juristische Landkarte des Weges
- 33.2. Die Warnung Machiavellis — und warum wir dennoch weitergehen
- 33.3. Der realistische Kalender
- 33.4. Was der Leser dieses Buches konkret tun kann
- 33.5. „Eine Republik — wenn ihr sie zu bewahren wisst”: der Stein am Haupt der Ecke
- EPILOG. Für den, der noch hoffen kann
- ANMERKUNG ZUR AUSGABE UND ZUM KRITISCHEN APPARAT
- ANMERKUNG ZU DEN QUELLEN
- ANHANG I — Der Kommentar zu den fünfzig Revisionspunkten
- ANHANG II — Die Gesetze der Neugründung: Leitfaden Artikel für Artikel
- II.1. Das Souveränitätsgesetz (Fassung 20) — die wesentlichen Bestimmungen
- II.2. Das Gesetz der Nationalen Solidarität — die steuerlichen Bestimmungen
- II.3. Das Gesetz über das Referendum und die Bürgerinitiative — die Bestimmungen der direkten Demokratie
- II.4. Das Entmilitarisierungsgesetz — die Bestimmungen, nach den fünf Gesetzen
- II.5. Das George-Gesetz / die Malpraxis-Initiative — die Bestimmungen
- II.6. Das Gesetz Grünes Rumänien — die Bestimmungen
- II.7. Die Änderung des Strafgesetzbuchs — die Tabelle der Straftatbestände
- II.8. Die Änderung des Gesetzes Nr. 208/2015 — die Wahltabelle
- ANHANG III — Die Chronologie der Neugründung
- ANHANG IV — Kleines Glossar der Neugründung
- ANHANG V — Die vergleichende Synthese: die Institutionen der Neugründung im Spiegel Europas
- Die Schweiz
- Deutschland
- Frankreich
- Italien
- Das Vereinigte Königreich
- Die nordischen Staaten
- Polen und Ungarn
- Spanien, Portugal, Irland, weitere Bezugspunkte
- Die Schlussfolgerung des Anhangs
- ANHANG VI — Zwölf Fragen von den Unterschriftentischen
- BIBLIOGRAPHIE
- I. Klassische Quellen
- II. Moderne und zeitgenössische Autoren
- II bis. Rumänische Geschichte
- II ter. Literatur (die dystopischen und satirischen Parallelen)
- III. Rumänische Rechtsdoktrin
- IV. Fachstudien und -artikel
- V. Bei der doppelten Prüfung der Zitate verwendete elektronische Ausgaben
- ANHANG ZUR BIBLIOGRAPHIE — „Der Präsident und die Presse”
- Die Rede John F. Kennedys vor der American Newspaper Publishers Association
- Was der Leser auf aTreiaRepublica.ro findet
Der Anfang des Buches — VORWORT
Souveränität — das Recht einer Nation, über ihr eigenes Schicksal zu bestimmen
Es gibt Bücher, die eine politische Wirklichkeit beschreiben, und es gibt Bücher, die ihr eine Architektur zu geben versuchen. Das Werk von Dan Chitic gehört zur zweiten Gattung. Es begnügt sich nicht damit festzustellen, dass es in Rumänien eine souveränistische Strömung gibt, noch damit, die Beschwerden zu katalogisieren, die diese Strömung vorbringt. Der Anspruch des Verfassers ist größer: dem Begriff des Souveränismus eine doktrinäre Ordnung zu geben, seine juristischen Grundlagen zu bestimmen und vor allem die Instrumente und Mechanismen zu untersuchen, durch die das Prinzip der Souveränität aus dem Register der politischen Erklärung in jenes der institutionellen Wirklichkeit hinabsteigen kann.
Dass der Verfasser Anwalt ist, ist aus dieser Perspektive kein Zufall. Die Politik mag die Souveränität verkünden; das Recht muss ihr Gestalt geben. Die Verfassung muss sie verankern, die Institutionen müssen sie ausüben, und juristische Mechanismen müssen ihre Aushöhlung verhindern. Zwischen der feierlichen Behauptung, die Macht gehöre dem Volk, und der tatsächlichen Fähigkeit dieses Volkes, über seine eigenen Gesetze, Ressourcen, seine Wirtschaft und seine Prioritäten zu entscheiden, kann sich ein beträchtlicher Abstand auftun. Genau in diesem Zwischenraum liegt einer der wichtigen Beiträge des vorliegenden Buches.
Um die Bedeutung eines solchen Unterfangens zu erfassen, lohnt es sich jedoch, über Rumäniens unmittelbare Gegenwart hinauszublicken. Der Souveränismus drückt, obwohl der Begriff dem zeitgenössischen politischen Wortschatz angehört, ein weit älteres Problem aus. Die moderne Geschichte lässt sich zu einem erheblichen Teil als die Geschichte von Gemeinschaften lesen, die um das Recht kämpfen, nicht von außen regiert zu werden.
Von Bolívar bis Garibaldi: die Nation als Subjekt ihrer eigenen Geschichte. In Lateinamerika trägt diese Idee unweigerlich den Namen Simón Bolívar. Sein Kampf gegen die spanische Herrschaft war nicht bloß eine Frage der Ablösung einer Verwaltung durch eine andere. Die Unabhängigkeit sollte koloniale Gemeinschaften in politische Subjekte verwandeln, die fähig sind, über ihre eigene Zukunft zu bestimmen. Bolívar begriff jedoch sehr früh die Zerbrechlichkeit der Unabhängigkeit neuer Staaten, die zersplittert und dem Einfluss der Großmächte ausgesetzt waren. Daher sein weiter gefasstes Projekt eines Zusammenschlusses der neuen Republiken und das Experiment Großkolumbiens.
Dieser scheinbare Widerspruch enthält eine der wichtigen Lehren der modernen Souveränität: Souveränität schließt den Zusammenschluss nicht aus; sie schließt die Unterordnung aus. Bolívar begriff die Zusammenarbeit befreiter Völker nicht als Verzicht auf ihre neugewonnene Freiheit, sondern als Mittel, sie zu verteidigen. Ein Zusammenschluss freier Nationen kann Ausdruck ihrer Souveränität sein; die Vorherrschaft einer Macht über die anderen ist deren Verneinung.
Am anderen Ufer des Atlantiks sollte Giuseppe Garibaldi derselben Bestrebung eine europäische Gestalt geben. Italien, zersplittert in Königreiche, Fürstentümer und Gebiete unter fremder Herrschaft oder fremdem Einfluss, musste zu einer politischen Gemeinschaft werden. Für Garibaldi war die italienische Einheit kein rein geographisches Ziel. Sie war die Bedingung dafür, dass die Italiener zum Subjekt ihrer eigenen Geschichte wurden.
Auch Garibaldi hindert uns daran, den Souveränismus auf das Bild einer in sich verschlossenen Nation zu reduzieren. Republikaner, Revolutionär und Träger von Solidaritäten, die weit über Italien hinausreichten, hatte er in Südamerika gekämpft, bevor er zu einem der Sinnbilder des Risorgimento wurde. Die Nation sollte kein Gefängnis sein, sondern der konkrete Rahmen, in dem die Freiheit des Volkes Institution werden konnte.
Petőfi: die Lehre unserer Nachbarschaft. Wenn Bolívar und Garibaldi einer universalen Geschichte der Emanzipation angehören, so steht uns Sándor Petőfi weit näher. Er gehört zur Geschichte unserer eigenen Nachbarschaft, und das Schicksal unserer Nachbarn sollte uns nicht weniger interessieren als unsere eigene Geschichte — zumal ihre Erfahrung dieselben Fragen aufwirft, denen sich die Rumänen gegenübersahen: Wer ist Inhaber der Souveränität, in wessen Namen wird die Freiheit ausgeübt, und wo endet das Recht einer Nation auf Emanzipation, wenn denselben geschichtlichen Raum mehrere Nationen bewohnen?
Petőfi war nicht nur der romantische Dichter der ungarischen Freiheit. Er wurde zu einer der Stimmen der Revolution von 1848 und zum Teilnehmer jenes Augenblicks, in dem die Forderung nach Freiheit aus der Literatur in die Politik überging. „Nemzeti dal” — das „Nationallied” — ist vom 15. März 1848 nicht zu trennen. Die Forderungen der ungarischen Revolutionäre verlangten Pressefreiheit, eine verantwortliche Regierung, bürgerliche Gleichheit und eine politische Ordnung, in der Ungarn sein Schicksal gegenüber Wien selbst bestimmen könnte.
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Die Dritte Republik — Band I — PDF (A4) und EPUB, 10 €, einmalig